Ratgeber für Angehörige

Demenz im Alltag: 10 Tipps für Angehörige

Feste Abläufe, einfache Sätze, sichere Wohnung – und Hilfe annehmen: zehn Tipps, die den Alltag spürbar leichter machen.

von Greta Pepkolaj, examinierte Pflegefachkraft Stand: 3. November 2026 6 Min. Lesezeit

Wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich der Alltag der ganzen Familie. Diese zehn Tipps aus der Pflegepraxis helfen, Sicherheit zu geben – und selbst Kraft zu behalten.

1. Feste Tagesstruktur schaffen

Gleiche Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten und Spaziergänge geben Orientierung und reduzieren Unruhe.

2. Einfach und freundlich sprechen

Kurze Sätze, eine Information auf einmal, Blickkontakt. Fragen lieber mit Auswahl stellen („Möchtest du Tee oder Kaffee?“) statt offen.

3. Nicht widersprechen, sondern begleiten

Korrigieren führt oft zu Stress. Gehen Sie auf das Gefühl hinter der Aussage ein – das nennt man validierende Kommunikation.

4. Wohnung sicher machen

Stolperfallen entfernen, gute Beleuchtung (auch nachts), Herdsicherung und gut sichtbare Beschriftungen an Türen.

5. Erinnerungen nutzen

Fotoalben, alte Lieder und vertraute Gegenstände wecken positive Gefühle und laden zum Erzählen ein.

6. Beschäftigung mit Sinn

Wäsche falten, Gemüse schälen, Blumen gießen: Kleine Aufgaben aus dem früheren Alltag stärken das Selbstwertgefühl.

7. Bewegung an der frischen Luft

Regelmäßige Spaziergänge – etwa am Rhein – fördern Schlaf, Appetit und Stimmung.

8. Auf Trinken und Essen achten

Menschen mit Demenz vergessen oft zu trinken. Stellen Sie Getränke gut sichtbar hin und bieten Sie regelmäßig etwas an.

9. Hilfe annehmen

Niemand schafft Demenzbegleitung rund um die Uhr allein. Eine geschulte Demenzbegleitung verschafft Ihnen regelmäßig Zeit für sich – finanzierbar ab Pflegegrad 1 über den Entlastungsbetrag.

10. Auf sich selbst achten

Pausen, Schlaf, Austausch mit anderen Angehörigen: Wer pflegt, braucht selbst Kraftquellen.

Tipp von Greta: Noch kein Pflegegrad? Bei Demenz lohnt der Antrag fast immer. Unsere Anleitung zum Pflegegrad-Antrag zeigt, worauf es bei der Begutachtung ankommt.

Stand: November 2026. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Gibt es für Menschen mit Demenz Unterstützung von der Pflegekasse?

Ja. Mit einem Pflegegrad stehen unter anderem der Entlastungsbetrag von 131 € im Monat sowie weitere Leistungen zur Verfügung. Viele Menschen mit Demenz erhalten einen Pflegegrad, weil die Begutachtung auch geistige Fähigkeiten und Verhalten berücksichtigt.

Wie finde ich eine geschulte Betreuung für Menschen mit Demenz in Düsseldorf?

Achten Sie auf ein nach Landesrecht anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag mit geschulten Betreuungskräften. PHC RheinCare bietet Demenzbegleitung in ganz Düsseldorf an – fachlich geleitet von einer examinierten Pflegefachkraft.

Greta Pepkolaj (KI-generiertes Bild)KI

Über die Autorin

Greta Pepkolaj

Examinierte Pflegefachkraft und Inhaberin von PHC RheinCare in Düsseldorf. Sie berät Familien zu Pflegegrad, Pflegegeld und Entlastungsleistungen.

Mehr über Greta

Passende Unterstützung in Düsseldorf

Fragen zu Ihrer Situation? Wir beraten Sie kostenlos und persönlich in Düsseldorf.

Jetzt anrufenSchreiben