Ratgeber für Angehörige

Umzug ins Pflegeheim: Checkliste für Angehörige

Wohnung kündigen, ummelden, packen, Abschied nehmen: Die wichtigsten Schritte in der richtigen Reihenfolge.

von Greta Pepkolaj, examinierte Pflegefachkraft Stand: 3. November 2026 6 Min. Lesezeit

Der Umzug ins Pflegeheim ist für Betroffene und Angehörige ein emotionaler Kraftakt. Mit einer klaren Reihenfolge bleibt mehr Zeit für das, was wirklich zählt: Abschied nehmen und gut ankommen.

8 Wochen vorher

  • Heimplatz verbindlich zusagen, Heimvertrag in Ruhe prüfen
  • Pflegekasse über den Umzug informieren
  • Finanzierung klären: Eigenanteil, Rente, ggf. „Hilfe zur Pflege“ beim Sozialamt
  • Mietwohnung kündigen – meist gilt eine Frist von drei Monaten
  • Zimmergröße erfragen und planen, welche Möbel mitkommen

4 Wochen vorher

  • Gemeinsam sortieren: Was kommt mit, was erhält die Familie, was wird gespendet?
  • Umzugsunternehmen beauftragen und Termin mit dem Heim abstimmen
  • Nachsendeauftrag bei der Post stellen
  • Verträge kündigen oder umstellen: Strom, Telefon, Zeitung, Versicherungen
  • Hausarzt, Apotheke und ggf. Pflegedienst über den Umzug informieren

1 Woche vorher

  • Kleidung beschriften (viele Heime verlangen Namensetiketten)
  • Medikamente, Medikamentenplan und wichtige Dokumente zusammenstellen
  • Erinnerungsstücke für das neue Zimmer einpacken: Fotos, Decke, Lieblingstasse

Am Umzugstag

  • Eine vertraute Person begleitet den ganzen Tag
  • Zuerst das Bett und persönliche Dinge einrichten – das schafft sofort Vertrautheit
  • Pflegekräfte kennenlernen, Gewohnheiten und Vorlieben mitteilen

Nach dem Einzug

  • Innerhalb von zwei Wochen ummelden
  • Rundfunkbeitrag ab- oder ummelden bzw. Befreiung prüfen
  • In den ersten Wochen häufig besuchen – Einleben braucht Zeit

Tipp von Greta: Planen Sie das Sortieren nicht an einem einzigen Tag. Lieber mehrere kurze Termine – mit Pausen, Kaffee und Zeit für Erinnerungen. Das nimmt viel Druck heraus.

Wir begleiten den Umzug

Sie müssen das nicht allein schaffen. Unsere Umzugshilfe ins Pflegeheim übernimmt Planung, Sortieren, Packen und die Begleitung am Umzugstag – und bei Formularen und Ummeldung hilft unsere Antragshilfe.

Stand: November 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen, ohne Gewähr. Keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Welche Kündigungsfrist gilt für die Mietwohnung beim Umzug ins Pflegeheim?

Für Mieter gilt in der Regel die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Sprechen Sie frühzeitig mit dem Vermieter – oft ist eine einvernehmliche frühere Auflösung oder ein Nachmieter möglich.

Bis wann muss man sich nach dem Umzug ummelden?

Die Ummeldung muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug beim Bürgerbüro erfolgen. Viele Heime unterstützen dabei, und auch wir helfen gern bei den Formularen.

Was darf man ins Pflegeheim mitnehmen?

Das ist von Heim zu Heim verschieden. Häufig sind eigene Kleinmöbel, ein Lieblingssessel, Bilder und Erinnerungsstücke erlaubt. Fragen Sie vorab nach Maßen des Zimmers und Regeln zu Elektrogeräten.

Greta Pepkolaj (KI-generiertes Bild)KI

Über die Autorin

Greta Pepkolaj

Examinierte Pflegefachkraft und Inhaberin von PHC RheinCare in Düsseldorf. Sie berät Familien zu Pflegegrad, Pflegegeld und Entlastungsleistungen.

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